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Katy: Als ich die fertige Version des Songs zum ersten Mal hörte, war ich total aufgeregt. Ich habe ihn rauf und runter gespielt. Ich wusste das er eine gewisse Magie hat. Aber das ihn bald die ganze Welt singen würde, hätte ich nie geahnt. Das ist wie ein wunder für mich. Ich habe so hart dafür gekämpft... Bravo: Du musstest sieben Jahre auf den Erfolg warten... Katy: Ja, das ist jetzt mein dritter Anlauf. Ich war vorher schon bei zwei anderen Plattenfirmen, doch sie haben mich fallengelassen. Nachdem mein erstes Album nicht so gut funktioniert hatte, wollte keiner mehr an mich glauben. Irgendwann dachten alle, ich wäre eine Verrückte, die sich nur einbildet, dass sie eine Star werden könnte. Sie dachten, ich würde es nicht mehr schaffen. Bravo: Das klingt hart! Katy: Oh mein Gott, das war es auch! Ich lebe ja in Los Angeles und bin dadurch ständig von Stars umgeben. Ich habe mir immer wieder dieselbe Frage gestellt: Warum kriegen die anderen eine Chance, und bei mir will es einfach nicht klappen? Das war extrem zermürend, und es fiel mir sehr schwer, trotzdem weiterhin an mich selbst zu glauben. Alle anderen um mich herum hatten mich ja schon längst aufgegeben. Bravo: Wie hast du es geschafft, stark zu bleiben? Katy: Also erhlich gesagt gab es Tage, da habe ich es gar nicht hinbekommen. Da bin ich morgens aufgestanden und dachte nur bei mir: Weißt du was, geh doch am besten gleich wieder zurück ins Bett. Denn gestern war schon ein Scheißtag, und heute wird´s bestimmt noch schlimmer. Diese Tage waren die reinste Qual. Mir ging´s beschissen. Das Einzige, was mich durch diese harte Zeit getragen hat, war mein Gefühl, dass es irgendwo im MusikBiz doch einen Platz für mich gibt... Bravo: Hast du nie daran gedacht aufzugeben? Katy: Es gab solche Momente. Aber dann habe ich mich sofort daran erinnert, dass es das Wort "aufgeben" in meinem Sprachschatz nicht gibt. Ich habe immer davon geträumt, dass mich einmal jemand bei einem Rockkonzert aus der Menge auf die Bühne ziehen und sagen wprde: "Sing jetzt für die ganze Welt!" Und ich wusste, dass ich darauf vorereitet sein werde, sollte ich diese Chance jemals bekommen. Ich wollte so gerne meine Stimme und meine Songs mit den Leuten da draußen teilen. Jetzt habe ich endlich diese krasse Chance bekommen - und ich habe sie genutzt! Bravo: Was wäre aus dir geworden, wess es mit der Musik nicht geklappt hätte? Katy: Vielleicht wäre ich irgendwo als drogensüchtige Stripperin gelandet. Keine Ahnung! Bravo: Hättest du dir denn keinen anderen Weg vorstellen können? Katy: Doch, vielleicht wäre ich dann auch Stylistin oder Designerin geworden. Mode interessiert mich sehr. Schauspielern wäre eventuell auch was für mich gewesen. Oder Comedy. Aber die Musik ist einfach meine erste und größte Liebe. Mittlerweile denke ich, dass mich diese unendlich vielen Niederlagen auch stärker gemacht haben. Bravo: Inwiefern? Katy: Ich weiß den ERfolg heuteviel mehr zu schätzen als andere, denen er einfach so zugeflogen ist. So bleibe ich total auf dem Teppich. Bravo: Du meinst also, du wirst niemals abheben? Katy: Um erhlich zu sein - ich glaube nicht. Außerdem habe ich sehr gute Leute um mich herum, die keine Sekunde zögern würden, mir kräftig in den Arsch zu treten, sollte ich je Star-Allüren zeigen (lacht). Bravo: Jetzt, wo du es endlich geschafft hast: ist das Leben als Star so, wie du es dir immer ausgemalt hast? Katy: Es ist total geil, und ich bin defintiv glücklich und dankbar. Aber ganz erhlich: Es ist auch verdammt hart. Es ist nicht so, wie sich das alle vorstellen, dass man die ganze Zeit nur auf VIP-Partys rumgammelt und feiert. Eine Karriere ist Schwerstarbeit. Ich reiße mir so den Arsch aus, genieße aber auch jede Sekunde dabei. Dass ich es jetzt allen gezeigt habe, die mich längst abgeschrieben hatten, ist der schönste Triumph für mich. Mein Instinkt hat mich gesagt, dass ich es einen Tages schaffen werde. Und er hatte recht! |